.blitzeis

Ich fahre mit dem Auto eine mir sehr gut bekannte Straße entlang. Es ist herbstliches Wetter, trüb, dunkle Wolken, es sieht aus als könnte es jede Sekunde anfangen zur regnen. Plötzlich fährt links von mir aus einer Einfahrt ein Fahrradfahrer auf die Bundesstraße. Ich seh ihn in letzter Sekunde, kann noch bremsen und ausweichen, knapp am Gegenverkehr vorbei.
Ich fahre weiter, doch kurz darauf kommt abermals von links ein großer Lkw auf die Straße gefahren. Ich mache eine Vollbremsung, hupe, aber zum Glück passiert nichts. Der Lkw fährt vor mir her. Ich halte etwas Abstand, man weiß ja nie. Wie aus dem Nichts jedoch taucht eine Nebelwand auf. Ich seh den Lkw gerade noch darin verschwinden, kurz darauf schluckt der Nebel auch mich. Ich kann nichts mehr sehen, nur wenige Meter Sicht.
In einiger Entfernung seh ich die Bremslichter des Lkw rot im Nebel aufleuchten. Auch ich bremse vorsichtshalber. Doch die roten Lichter des Lkw entwickeln ein Eigenleben. Ich seh sie nicht mehr vor mir, sondern sie drehen sich langsam um mich herum. Jetzt sind die schon neben mir. Bis ich merke was geschieht. Nicht die Lichter des Lkw ändern ihre Position, sondern ich habe, wie auf einer eisglatten Fahrbahn, angefangen mich mitsamt dem Auto zu drehen. Auch werd ich nicht langsamer. Ich seh die Leitplanke nun nicht mehr neben, sondern vor mir.
Die roten Lichter kommen näher, ich realisiere was wohl gleich folgen wird. Seitlich scheine ich auf den Lkw zu zu rutschen. Aus der Nebelwand taucht das zu den Bremslichtern gehörige Heck neben mir auf. Oh Gott, ich bin viel zu schnell! Noch bevor ich richtig begreife was das jetzt für mich bedeutet, bevor ich Luft holen kann um zu schreien.......

1 Kommentar 14.8.12 00:05, kommentieren

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.sorgen

Ich glaube ich werd immer seltsamer, Diane. Ich verändere mich. Ich glaube die Menschen um mich herum machen sich Sorgen um mich..
Ich will nicht dass sich jemand um mich sorgen muss, ich will nicht dass jemand wegen mir Angst hat, traurig ist.

Ich merk es bei meinen Eltern. Fast schon unbeholfen versuchen sie zu mir durchzudringen. Machen sich Sorgen um mich. Merken dass ich nicht mehr der bin der ich mal war. Sind traurig, haben Angst glaub ich. Ich versuch mich möglichst normal zu geben, aber nicht immer scheint mir das zu gelingen. Verdammte Augen, an meinen Augen kann man immer so viel ablesen Diane.
Ich will nicht dass sie sich so sorgen. Ich will dass alles wieder ist wie früher. Ich fühle dass ich abweisend bin, desinteressiert, und auch abweisend. Obwohl ich das gar nicht möchte. Ich will niemandem wehtun, ich will nicht dass sich jemand Sorgen macht..sie tun mir Leid. Es tut mir Leid dass ich so bin und ihnen das antue.

Auch Freunde haben es mehrmals schon angedeutet dass es mit mir gefühlsmäßig immer mehr abwärts geht (wobei ich mich immer frage ob es denn NOCH tiefer geht - und stelle jedes Mal fest: ja.. es geht). Fuck Diane, wirke ich so labil? Jetzt hab ich Tränen in den Augen.

Manchmal.. will ich einfach nicht mehr.

2 Kommentare 9.8.12 23:25, kommentieren

.konfusion

Ich hab so sehr das Bedürfnis meine Gedanken mitzuteilen. Aber ich krieg keinen klaren Gedanken zustande gerade. So vieles schwirrt auf einmal durch den Kopf. Angst. Enttäuschung. Sehnsucht. Neid. Hass.

Was hab ich schon von meinem Leben? Das was ich habe weiß ich nicht zu schätzen. Oder nutze es nicht. All die Möglichkeiten die ich habe, all die Dinge die ich erleben könnte, all das worauf ich mich freuen könnte, ich lass es teilnahmslos vorbeiziehen.. 

Ich glaube ich lebe gar nicht. Ich bin einfach nur am Leben. Ich entwickel mich nicht weiter. Wenn überhaupt entwickel ich mich zurück. Krieche wieder in mein Schneckenhaus. Sperre die Welt aus. Lasse sie nicht rein. Nicht dass das die Welt überhaupt wollen würde. Bei mir gibt es nichts. Da draußen ist so viel schönes, so viel spannendes und tolles. Wer will schon in mein Schneckenhaus..

4 Kommentare 23.7.12 00:58, kommentieren

.dummheit

Warum tut man sich das an? Warum tut man sich an was einem wehtut?

Ich glaub es ist die Angst ansonsten gar nichts mehr zu fühlen. Dem positiven was man sich erträumen würde zumindest nahe sein zu können, auch wenn es ein vielfaches an Schmerz mit sich zieht. Sich selbst vorzuspielen der Mensch zu sein der man gern wäre, nur um sich selbst dann an der Wut und Trauer selbst kaputt machen zu können.

Selbstzerstörerische Tendenzen, die hatte ich irgendwie schon immer. Schmerz tut gut. Das Gefühl sich danach seine Wunden zu lecken ist auf seine Weise wohltuend, auch wenn diese Phasen immer seltener werden. Ich versink schon wieder mal in so einem Gefühl der Ohnmacht und Sinnlosigkeit. Nichts tiefes mehr, einfach nur dumm und grau. Ein Grund mehr sich weh zu tun, sich zu verletzen.
Ich will mich wieder verlieben dürfen.. v.v

 

Boah, fickt euch doch alle! Ich hasse euch! Und vermiss euch..

1 Kommentar 10.7.12 23:34, kommentieren

.limbo

Wieso ist es so schwer loszulassen, Diane? Und warum kann ich mich nicht auf ein Ziel, auf mein Ziel fokussieren?
Anstatt mich endlich anzustrengen geistern mir wirre Gedanken durch den Kopf und die Zeit verrinnt während ich gar nicht so recht weiß wie sie nur so schnell vorbeiziehen konnte. Und auch nicht warum ich diese ganze Zeit nicht mal mit dem Tragen von Digitaluhren verbracht habe.. schau, selbst jetzt kommen mir nur dumme Gedanken.
Ich kann grad wieder nicht richtig denken, mein verdammter Kopf lässt meine Gedanken wirr durcheinander sausen und ich verlier mich immer mehr, allein gelassen im Limbo, alles sich wiederholend ohne der Wiederholung gewahr zu werden oder irgendeine Veränderung zu bewirken.

Diane, gib mir Mut und Motivation! Entweder, um alles endlich durchzuziehen, oder.. um loszulassen.
Zu fallen.

3 Kommentare 19.6.12 23:55, kommentieren

.leere

Wieso fühl ich mich so allein gelassen? So eine weite Welt, und ich bin ganz allein.

Es gibt doch da tatsächlich einen besonderen Menschen für mich, der mir gut tut und mir so viel gibt. Doch wird er nie voll für mich da sein. Das tut weh. Und doch verlier ich mich gern in dem Gedanken, träume was wäre wenn, nur um dann noch härter auf dem Boden aufzuschlagen.

Welchen Grund sollte er haben.. welchen Grund sollte IRGENDWER haben? Ich seh ihn nicht. Genauso wie alle anderen.
Was bringt das alles? Wer ist da? Es ist niemand da. Es gibt niemanden.

Und so sitz ich allein auf diesem knorrigen hölzernen Stuhl inmitten eines alten leeren Zimmers und schau durch die Fenster auf nebelverhangene Farben, erahnend wie bunt sie einmal waren. Farben die meine Welt doch nicht erhellen werden.
Es zieht.. ich glaub es ist Zeit die Fenster zuzumachen.

8.6.12 01:23, kommentieren

.frühling

Alles sollte wieder bunt und voller Leben sein. Alles wieder schön, alles erwacht von neuem, ein neues Jahr, neues Glück, so viele Chancen, so viele Möglichkeiten. Sollte.
Der Frühling ist mein Herbst, einmal mehr. Der Drang ist da, und dennoch fühl ich mich hilfloser denn je. Was nützt der Drang ohne Sturm? Doch nichtmal mein Herbst bringt mir einen Sturm. Kein Aufbäumen. Alles so.. einheitlich.

Was bringt das alles überhaupt? Jeder Mensch hat sein Leben.
Danny, so lange ist es her. Du gehst deinen Weg, deinen eigenen Weg. Du hast noch so viel vor, Träume, Wünsche.
Felix, voll Zweifel und Angst, aber ich fühle dass auch du langsam deinen Platz findest.
Daniel, der Erfolg zeigt dir was du bist! Und so langsam beginnen sich einige Dinge von ganz allein zu regeln glaub ich.
Basti, ich weiß nicht wo du bist. Ich weiß nicht was du bist. Ich weiß nichtmal wer du bist. Sei stark!

So vieles nicht gesagt. Leider und zum Glück. Das Interesse an mir und für mich, es ist einfach nicht (mehr?) existent. Wo führt der Weg mich hin? Nebliger Herbst. Du hast etwas beruhigendes in deiner Hoffnungslosigkeit. 
Leben.. verlerne ich immer mehr. Der Tiefpunkt will nicht mehr weichen. Das Leben bekommt seinen Wert erst durch das Sterben sagt man. Und wenn man schon tot ist?

2 Kommentare 22.4.12 23:22, kommentieren